work in progress Baumwolle, Stärke, 20 x 15 cm 2011
In meiner künstlerischen Arbeit beziehe ich mich unmittelbar auf Dinge aus dem Alltag. Ich verwende die unter-
schiedlichsten Materialien. Mein Interesse gilt dabei ihren Oberflächen und Strukturen, der seriellen Herstellung,
bzw. ihren materialspezifischen Eigenschaften.
Für meine Installationen benutze ich industriell hergestellte, vorgefertigte Verpackungen (Pralinenverpackungen,
Shampoo-Deckel) wie Bausteine. Ich entwickle serielle Verbindungen der einzelnen Elemente und stelle damit
Flächen und Körper her. Diese Module ermöglichen es mir, der Installation ein temporäres Format zu geben.
Einen weiteren Schwerpunkt meiner Arbeit bilden textile Objekte, eigentliche „Hand-Arbeiten“. Mittels Reliefstickerei
übertrage ich vorgefundende oder selbst entwicklelte Zeichnungen aus Gebrauchsanweisunen vergrössert auf Stoff.
Die Sujets zeigen jeweils Hände, die etwas tun. Banale oder repetitive Gesten und Gebärden aus dem Alltag wie das
Oeffnen eines Knopfes oder das Anknipsen des Lichtschalters wirken durch die Uebetragung in ein anderes Medium
stark verfremdet und können mit neuer Bedeutung aufgeladen werden. So können die gestickten Darstellungen von
Händen beinahe rituale Züge annehmen oder wie Höhlenzeichnungen unserer Konsumgesellschaft erscheinen.
